Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung

Das war ein Thema, das sehr viele interessierte:  Äußerst zahlreich waren die Gäste zum März-Seminar von Frau und Handwerk gekommen, zum Teil hatten unsere Mitglieder auch ihre Partner mitgebracht.

Inhalt des Abends waren die Möglichkeiten der Vorsorge im Fall der persönlichen Hilflosigkeit in Folge von Krankheit oder Unfall.
Wie kann ich persönlich Vorsorge treffen? Wann macht es Sinn, eine Vorsorgevollmacht auszustellen? Was ist der Unterschied zwischen einer Betreuungs- und einer Patientenverfügung? Sollte ich die Dokumente bei einem Notar beglaubigen lassen? Wo sollte eine solche Urkunde aufbewahrt werden? Wann tritt sie in Kraft?

Schwerwiegende Fragen, deren Beantwortung und Lösung man seine volle Aufmerksamkeit widmen sollte.  Sicherlich möchte jeder für sich selbst bestimmen, wer seine geschäftlichen Angelegenheiten und auch die Erfüllung der persönlichen Bedürfnisse regeln soll, wenn man sich selbst  nicht mehr helfen kann. Denn wer möchte schon im schlimmsten Fall auf einen gerichtlich bestellten Betreuer angewiesen sein?

Über die Bedeutung der verschiedenen Begriffe,  die rechtlichen Vorschriften und Konsequenzen  und was bei einer Verfügung zu beachten ist,  darüber gab Rechtsanwältin Eva-Maria Ehl, die Referentin des Abends, einen kompetenten Überblick. Sie berichtete über Fälle aus Ihrem Arbeitsalltag, die anschaulich darstellten, was alles passieren kann. Ihre Empfehlung lautete: „Überlegen Sie sich genau, wem Sie uneingeschränkt vertrauen und fragen Sie denjenigen vorher, ob er sich zu dieser Aufgabe bereit erklären würde“. Denn schließlich greift eine solche Verfügung sehr tief in die persönlichen Belange einer Person ein.

Nicht immer ist die in Anspruchnahme eines Anwaltes oder Notars notwendig. Sind jedoch Vermögensangelegenheiten im Spiel oder sollen mehrere Bevollmächtigte eingesetzt werden, ist zumindest ein Beratungsgespräch zu empfehlen.

Anschließend gab es Gelegenheit, Fragen an die Referentin zu stellen. Dabei zeigte sich, wie groß die  Bandbreite der verschiedenen Themen und Ansprüche ist. Jeder sollte sich zuerst selbst Gedanken darüber machen, was genau im Fall der persönlichen Hilflosigkeit geregelt sein sollte und dann die entsprechenden Verfügungen erstellen. Ist man unsicher, ob man alle Eventualitäten und rechtliche Aspekte berücksichtigt hat, sollten spezialisierte Anwälte und Notare hinzugezogen werden.

SGE